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01.08.07

Wanderung: Auf den Zendleser Kofl in Villnöss

Gemütliche Familienwanderung auf einen Aussichtspunkt inmitten der Villnösser Berge.

Mit dabei: Marieke, Raphael und Andreas

Eigentlich ist der Zendleser Kofl (2422m) ja als gemütliches und klassisches Skitourenziel des Villnössertales bekannt. Ein sommerlicher Besuch beschert einen besonderen Weitblick auf sämtliche Villnösser Dolomitengipfel wie Sass Rigais (3025m), Peitlerkofl (2.876m) und Tullen (2653m).

Los geht es vom Parkplatz auf der Zanser Alm (1680m). Mit dabei auch unser Sohn Raphael, der zu unserem Erstaunen den ganzen (!) Weg alleine bewältigt hat und somit mit seinen 3 1/2 Jahren erstmals einen Gipfel erklummen hat; Papi und Mami waren unterwegs als Geschichtenerzähler beschäftigt.

Über das wunderschöne Kasseriltal erreichen wir zuerst die Gampenalm (2062m) und weiter über einen kurzen, steilen Steig die Schlüterhütte (2297m). Von da in Kürze auf den Gipfel des Zendleser Kofls auf 2.422m.

Höhenunterschied im Aufstieg: 740Hm
Benötigte Zeit im Aufstieg: ca.3,5h (das Rasten, Erzählen und Spielen darf nicht zu kurz kommen)

Resumee: Landschaftlich sehr schöne und einfache Wanderung inmitten der Villnösser Almen. Die Gampenalm und Schlüterhütte bieten sich als ideale Stützpunkte an, das Essen schmeckt da vorzüglich.

29.07.07

Bergwanderung: Tullen - 2653m

Eine landschaftlich eindrucksvolle Wanderung in die Aferer Geisler.

Mit dabei: Marieke und Tanja
Aufstieg/Abstieg: 968 m
Dauer: gemütliche, Tratsch und Klatsch gespickte 3 h

Vom Parkplatz der Zanser Alm folgt man am besten dem orografisch linken Weg entlang des Kasserill Baches (hier ist es kühler) bis links der Weg Nr. 25 abzweigt (Vorsicht, in der Tabaccokarte nicht eingezeichnet!). Dieser zuerst steil bergauf führende Weg bringt den noch frischen Wanderer schnell auf den Oberen Herrensteig (32b), der dann weniger steil talauswärts (westen) führt und nach Querung eines kleinen Tales auf den Günter Messner Steig (GM) trifft.
Wer sich hier noch nicht Richtung Süden gewandt hat, dem sei ein kurzer Linksdreh des Kopfes empfohlen, bei entsprechendem Wetter kann eine durchaus erwähnenswerte Aussicht auf die Geisler genossen werden ;-).
Hat der aufmerksame Bergfreund auch dies bemerkt, kann er wieder frohgemut des Weges ziehen, folgt nun den schroffen Dolomitenwänden der Ruefen, vorbei an einem tiefen Kessel bevor er entschlossenen Schrittes den GM-Steig verlässt und das Kar östlich des Tullen erklimmt und dann dem Grat folgt, um glückserfüllt den Gipfel zu erreichen. Dieser Abschnitt ist teilweise mit Seilen gesichert und für ausgesprochen ängstliche Wandergenossen abzuraten.
Am Gipfel kann bei Speck- und Kasbrot und abschließender Gipfelschokolade (die der umsichtige Bergsteiger NIEMALS zuhause vergisst) die Aussicht in die Dolomiten, auf den Peitlerkofel, das Würzjoch, und natürlich die bereits gepriesenen Geisler genossen werden.

Der Abstieg ist bis zur Kreuzung GM/32a gleich wie der Aufstieg. Hier empfiehlt es sich für Abwechslungssuchende dem Weg 32a Richtung Kälbergarten und Kofelwiese weiter talauswärts zu folgen, um dann entlang des Unteren Herrensteiges (32), der immer gemächlich abfallend verläuft, die Wanderung geschmackvoll abzurunden. Dieser Weg trifft wieder den 25er Steig, der den inzwischen fußmüden und knieweichen Wandersmann hinunter zum Kasserill Bach führt.

Wer noch Zeit (Kraft und Schmalz) hat, kann sich einen kleinen Abstecher auf die Kasserill-Alm gönnen, um dort auf dem Sonnenbänklein den Tag gebührend ausklingen zu lassen.

Anmerkung für die ökobegeisterten oder frischverliebten Wanderkollegen: Man beachte die wegsäumenden Edelweiss Ansammlungen! Es ist hier also nicht nötig, Kopf und Kragen für seine Liebste zu riskieren (wobei schon angemerkt werden soll, dass in einem Naturpark und im Jahr 2007 auch ein einfaches Foto dem Liebesbeweis gereichen muss).


Siehe auch Günther Messner Steig

17.06.07

Bike und Hiketour - Sass Rigais 3025m


Mit dabei: Carmen, Nosch, Sille, Georg, Peter, Uli und Andreas

Peter’s Vorschlag einer Kombitour ist gut angekommen. Nach dem obligatorischen Kaffee, Brötchen und Brioch bei Franz in St.Peter/ Villnöss geht’s nach Ranui in St.Magdalena/ Villnöss von wo aus wir unsere Bike & Hiketour starten: mit dem Mountainbike auf die wunderschöne Gschnagenhardtalm und von da „per pedes“ über die Mittagsscharte auf den Sass Rigais.

Peter’s mobile Werkstatt ist vor dem Start in Ranui (1370m) noch tatkräftig zur Stelle, einige Bikewehwehchen müssen noch behoben werden. Dann geht es los, es ist 09.00 Uhr. Wir folgen dem Forstweg in Richtung Zanser Alm und biegen auf Mitte der Strecke vor der Jagdhütte (1670m) rechts in Richtung Gschnagenhardtalm ab. Zuletzt ziemlich steil erreichen wir kurz vor 10.00 Uhr die Gschnagenhardtalm (1996m) wo wir die Räder abstellen, Kleidung wechseln, eine kleine Stärkung zu uns nehmen und im Angesicht der Geissler Richtung Mittagsscharte marschieren. Die Bedingungen sind gut, Wolken und Sonne wechseln einander ab, eine frische Brise wirkt ermunternd, während wir die Serpentinen auf die Mittagsscharte (2597m) hinaufschnaufen. Um 11.30 Uhr erreichen wir die Scharte. Kurze Pause, Gürtel und Helm – wer diese mit hat - werden aktiviert.

Steil geht es nun im felsig-brüchigen Gelände weiter, einige Passagen sind mit Fixdrähten gesichert. Der Gipfel ist nicht mehr weit entfernt, noch kurz den letzten, steilen Aufschwung zum Gipfelgrat und schon stehen wir vor dem schönen, neuen Gipfelkreuz der Sass Rigais auf 3.025m. Fast alleine sind wir am Gipfel und sehen unter uns die Villnösser Almen.

Beim Abstieg lassen wir die geologischen Zeiten im Eiltempo an uns vorbeiziehen (Dolomit = Mitteltrias – Werfener Schichten = Untertrias – Grödner Sandstein = Perm) und genießen dann das „fantastische“ Essen und die Aussicht auf der Gschnagenhardtalm. Die Abfahrt mit dem Mountainbike ist „ein Genuss“.

Höhenmeter im Auf/Abstieg: 1.800Hm (davon knapp 600m mit dem Mountainbike)

Resümee: tolle und lohnende Kombitour (!), die Geissler und das Villnösstal sind es immer wert besucht zu werden, egal zu welcher Jahreszeit. Zu loben die Bewirtschaftung auf der Gschnagenhardtalm (Fam Profanter 0472/840158), insbesondere der Kaiserschmarrn und die selbstgemachten Schlutzer. Hefebier ist zwar nicht selbstgemacht, schmeckt aber auch köstlich!

Fotos (Georg, Peter, Andi), Text (Andi), Lektor + "Webdesign" (Nosch) .... der Volleständigkeit halber!!!!!