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15.09.07

Hochtour: Castor - 4228m

Sehr schöne Hochtour im Monte Rosa Massiv

Mit dabei: Christian, Peter und Marino

Castor
Von Bozen bis ins Aostatal in die Val d'Ayas nach St. Jacques (1580m). Nach kurzer Kaffeepause geht's mit Taxidienst (la carrozza tel.335 6626748) bis auf den colle di bettaforca (2672m). Ab hier über gut markierten Weg/Steig zu Fuß weiter Richtung rifugio Quintino Sella (3585m). Kurz unterhalb der Hütte noch eine versicherte, luftige Gratpassage mit Holzbrücke und schon stehen wir vor der Q.Sellahütte; der Nebel verzieht sich kurz und wir erhalten Einblick in den formschönen Gipfel des Castor (4221m). Den Rest des Tages verbringen wir in aller Gemütlichkeit um und in der Hütte, ein kleines Rasterle vor dem Abendessen genehmigen wir uns auch noch.

Am nächsten Tag geht der Wecker um 05:30h ab, Sonnenaufgang zu dieser - frischen - Jahreszeit ist um ca.06:30h. Kurzes Frühstück, Sachen packen (!), Gletscherausrüstung optimieren und los geht's in Dreierseilschaft. Keine Wolke am Himmel, es ist windstill, -4°C.

Über den sanft ansteigenden Felikgletscher zuerst flach hinein, dann über langgezogenen Linksbogen ansteigend ins obere Gletscherbecken bis unterhalb der Süd-Wand, über die wir über die Randspalte bis zum Grat steil aufsteigen. Weiter bis zum Felikjoch (4063m). Hier beginnt der langgezogene, teils ausgesetzte Grat der zum Gipfel führt. Trittsicherheit ist hier Voraussetzung. Über die cima di Felik (4.120m) gehts weiter bis zum Gipfel des Castor (4228m). Lebhafter Nordwind und Minusgrade am Gipfel, die Aussicht auf das Matterhorn, Breithorn & Pollux, dem Lyskamm, Dufour usw. ist atemberaubend. Kurze Rast in windgeschützter Stellung. Zurück geht es über den Aufstiegsweg. An eine - lohnende - Überschreitung des Castor zum rifugio delle guide della val d'ayas (3425) hat keiner von uns leider gedacht/geglaubt! Aber das gibts beim nächsten Mal.

Gesamthöhenmeter im Aufstieg: 1650Hm (920Hm bis zur Hütte, 730Hm bis zum Gipfel)
Fazit: Sehr schöne, lohnende Gletschertour auf einen aussichtsreichen 4000er im Monte Rosa Massiv. Es handelt sich um eine relativ einfache Gletschertour mit Gratbesteigung, die aber Trittsicherheit und gute Bedingungen (Wetter!)voraussetzt. Gletscherausrüstung (Seil, Gurt, Pickel, Steigeisen) erforderlich. Wir hatten optimale Verhältnisse am Berg, Spalten waren fast alle geschlossen, Schnee und Eis sehr griffig.

Siehe auch:

06.04.07

Skitour: Königsspitze - 3851m

Traumhafte Skihochtour auf den König der Berge - Königsspitze (3851m) - im Ortlermassiv.

Königspitze - 3851m
Mit dabei: Tanja, Renato und Andreas "marino"

Am Karfreitag 06. April 2007 ist es soweit.
Start: 03:00 Uhr am Morgen in Bozen. Im Licht der Stirnlampe staggeln wir vom Parkplatz in Sulden (1900m) bei Neumond zuerst der Piste folgend bis knapp unter die Schaubachhütte (2581m) dann in Richtung Süd-West den Gletscherhang hinauf zum Pass unter der Suldenspitze auf 3139m. Kurze Abfahrt und hinauf zur Casatihütte (3269m).


Es folgt eine Abfahrt in das Zebrútal (auf 2840m) in Richtung Pizzinihütte (2700m), bei ca. 2840m heißt es die wieder Felle anlegen und sich auf der "vedretta del Gran Zebrú" in Richtung Steilrinne aufmachen.

Von da zügig und steil im oberen Abschnitt die Skier tragend hinauf zur unteren Schulter (3460m) und weiter in die 45°-steile Ostflanke der Königsspitze. Vorsicht ist geboten! Die Verhältnisse ermöglichen ein Besteigen der Flanke ohne Hilfe der Steigeisen.
Weiter geht’s teilweise die Skier tragend zur oberen Schulter (3600m) wo es ein wenig flacher wird. Kurze Pause, Luft holen (für Tanja ein kurzes Vorgipfel-Schlaferle) und rauf bis zum Gipfelgrat (kurz darunter Skidepot) wo wir ohne Ski in Kürze den Gipfel der Königsspitze (3851m) um ca.11:30h erreichen und unseren Traum erfüllen.
Die Aussicht ist grandios, es ist windstill, der Blick in die abfallende Nordwand ist beeindruckend!

Lage: Süd, Süd-West bis zur Casatihütte, dann Richtung Ost zum Gipfel.

Höhenunterschied (mit Gegenanstieg und „weil mir schun do sein nemm’or die Suldenspitze 3376m frisch a no mit“): ca. 2.900m.

Info: Rifugio Casati
www.rifugiocasati.it, Tel. +39 0342 935507

Anmerkungen: Hochalpine Skitour in sehr steilem Gelände. Nur bei absolut sicheren Verhältnissen machbar. In der Ostflanke ist absolut sicheres Gehen Voraussetzung. Steigeisen, Gurt, Seil und Pickel erforderlich.
Manchem kann die Höhe zu schaffen machen! Diese Tour kann auch als 2-Tagestour mit Übernachtung auf der Casati-oder Pizzinihütte unternommen werden.

30.09.06

Hochtour: Similaun - 3608m

Abwechslungsreiche Hochtour auf "Ötzis" Hausberg

Mit dabei: Egli, Uli, Peter G., Margot, Pinz und Andreas

Ab gehts vom Stausee in Vernagt (1711m) im Schnalstal über das Tisental zuerst ziemlich sanft, zuletzt steil - einige gesicherte Passagen - zur Similaunhütte (3017m). Hier hat man erstmals Blickkontakt zum Similaun.

Wir halten uns von der Hütte weggehend ostwärts in Richtung Niederjochferner, den wir nach ca.15 Minuten über die Mörane erreichen. Ein kurzes Stück auf dem Eis und dann rechts ab über den steilen Felsgrat bis zum Einstieg auf den oberen Niederjochferner (ca.3200m). Ab hier gehen wir ins Seil, mit Steigeisen und Pickel, geht es sanft bis zum Fusse der Nordwand - die Randspalte wird problemlos überquert - die an einigen Stellen blank ist und vorsichtiges, konzentriertes Seilgehen veraussetzt.
Ziemlich steil geht es zum Westgrat hinauf und über diesen in Kürze zum Gipfel des Similaun auf 3608m. Ein wenig Nebel trübt die Sicht, ansonsten sind die Bedingungen optimal.

Der Abstieg zur Hütte erfolgt direkt über den Niederjochferner. Ein Bier und ein ofenfrischer Apfelstrudel ewarten uns auf der Similaunhütte.

Höhenunterschied: 1.880Hm

Anmerkungen: Gletschertour im spaltenreichen Gelände, Seil unbedingt notwendig. Die Gipfelflanke kann vereist sein, Steigeisen und Pickel ratsam. Panorama wunderbar.

22.03.06

Skitour: Jebel Toubkal - Atlasgebirge - Marokko

Skitour auf den höchsten Berg in Nordafrika, den Djebel Toubkal (4165m) im Hohen Atlas.

Gipfelaufbau des Toubkal (4165m)Mit dabei: Lisi & Gigi

Wann: 22.März 2006

Imlil, heisst das das kleine marokkanische Dorf vom dem wir unsere Skitour auf den Toubkal, angegangen sind.

Nachdem wir das schönere (Schönheit ist ja relativ) der zwei Hotels die es in Imlil gibt, für Leni und Anke ausgesucht hatten, widmeten wir uns der Suche eines Esels der uns die Ski bis zum Schnee bringen sollte.

Um 3 Uhr morgens war der Aufbruch geplant. Meine erste richtige Expedition nach fast zwei Jahren...würd ich das wohl schaffen?!

Die Aufregung ließ mir keine Minute ruhigen Schlaf und um 2.40 Uhr war ich schon putzmunter. Beruhigt war ich erst wieder als ENDLICH der Esel samt Führer gelassen, aber fast 30 Minuten zu spät kam...ich sah mich schon mit Skischuhen, Skiern am Rücken fast 30 km und 2400 hm zurücklegen.

Der Mond und die Sterne waren bis 5.00 Uhr unsere Begleiter, wunderschön. Die Romantik wurde nur vom pupsen des Esels zwischendurch unterbrochen... ;)

Vom weiten konnte man endlich den Schnee und die Toubkalhütte (3207m Refuge Nelter) sehen. Von da an sollte der Gipfel des Toubkal nicht mehr so weit sein, knappe 1.000 hm. Das sollte ich wohl noch schaffen, dachte ich mir.

Technisch einfach ist der Toubkal...wenn man Harscheisen dabei hat. Das Skidepot war leider schon auf ca 3.800 m da zu wenig Schnee war. Der Gipfelhang mit seinem anstrengenden Geröll konnte nur zu Fuß begangen werden. Anstrengend, sehr! Die letzten Höhenmeter waren wohl einer meiner größten Kämpfe gegen meinen inneren Schweinehund der mit suggerierte: "Du bist ja so gut wie oben, lass es sein!" und meinem Stolz der mir sagte "nur am Gipfelkreuz bist du am Gipfel " und der Sicherheit, dass wenn ich diesmal nicht rauf gegangen wäre, dann hätt mich Gigi sicher nocheinmal her gebracht. Und das - auch wenn es wirklich ein wunderschöner Berg ist - wollte ich auf keinen Fall riskieren.

So kamen wir auf den Gipfel in über 4000 Meter Höhe. Das Panorama war atemberaubend. Die Sahara liegt einem fast zu Füßen; Marrakesch sieht man auch.

Skitour auf den ToubkalNachdem es ziemlich spät war, mussten wir nach einer kurzen Pause wieder runter. Die Abfahrt war super. Firn bis zum einem Bach den wir überqueren mussten um zu unserem Esel zu gelangen.

Vollkommen erschöpft aber froh kamen wir gegen 16.00 Uhr wieder in Imlil an. Leni und Anke, gefolgt von einer Horde von Straßenverkäufern, nahmen uns feierlich in Empfang.

Unsere Rundreise durch Marokko konnte planmäßig weitergehen. Es hatte sich wirklich gelohnt, die Skitourenausrüstung trotz Umplanung des Urlaubs die ganze Zeit mitzuschleppen.

Marokko, wir kommen wieder!

GPS Daten: GPS-Skitour-Toubkal.kml

Höhenprofil Toubkal:
Höhenprofil Toubkal

19.08.04

Hochtour: Marmolada - 3342m

Mit dabei: Lisi (Leni) & Gigi
Tragisches Unglück beim Abstieg. Rafael (18) aus Deutschland stürzt in eine Gletscherspalte und überlebt unter der nachstürzenden Schneebrücke nicht.
Wiki: Marmolata

15.08.04

Hochtour: Weissmies - 4023m

Mit dabei: Lisi (Leni) & Gigi

08.08.04

Hochtour: Ortler - 3905m - Meraner Weg

Hochalpine Tour auf den höchsten Berg in Südtirol, den Ortler (3905m) über den Meraner Weg (Überschreitung).

Ortler - 3905m
Mit dabei: Südtirol Heute, Bergwacht Trafoi & Gigi

Start: Parkplatz bei den Heiligen 3 Brunnen an der Stilfser Joch Straße.

Unterkunft: Berglhütte (2192m)

Aufstieg: Der Meraner Weg geht ca. 10 Min. nach der Berglhütte rechts ab (Markierung auf einem Stein). Der Pfad führt hinauf bis zum Grat. Nach ca. 3 Stunden erreicht man eine Marmortafel. An der Tafel links vorbei und dann rechts die Rinne an einem alten Stahlseil hinauf. Weiter über eine Leiter, dann leicht rechts zum Gletscher. Nach ca. 1 Stunden trifft man auf den Normalweg (viele Spalten). Nun noch ca. 30 Min. zum Gipfel des Ortler auf 3905m.

Abstieg: Normalweg über die Payerhütte (3029m) nach Trafoi.

Höhenmeter: 2300m

Résumé: Der Meraner Weg (nicht zu verwechseln mit dem Meraner Höhenweg im Meraner Land) auf den Ortler ist eine sehr lange und hochalpine Tour nahe der Erstbesteiger Route. Kletterstellen II-III. Viel Schutt in der Route. Große Spaltengefahr am Gletscher. Landschaftlich atemberaubend.
Danke an Arni & Benny!

Panoramafoto: Ortler

Wiki: Ortler


04.07.04

Bergtour: Habicht - 3277m

Nordttiroler Klassiker in den Stubaiern


Mit dabei: Christian und Andreas

Tag 1: Von Patsch (http://www.patsch.tirol.gv.at/) weg ab ins Gschnitzertal bis zum Parkplatz des Gasthofes Feuerstein (1242m) und von da weg ziemlich zügig und steil (viele Serpentinen inmitten Buschwerk) zur Innsbrucker Hütte (2370m) am Pinnisjoch http://www.innsbrucker-huette.at/.

Tag 2: Nach einem guten Frühstück "tuat guat und stärkt" gehts zuerst sanft über verschiedene Steilstufen in südlicher Richtung einer steileren, mit einigen Drahtseilen versehenen Felsrippe zu (ca.2600m). In leichter Kletterei hinauf, queren wir kurz zu einem steilen Firnfeld (ca.40-45°, bei Vereisung Steigeisen und Pickel erforderlich). Dieses gerade hinauf (links haltend) zum Beginn des Habichtferners (ca.3000m). Von da ab leicht ansteigend in einem großen Rechtsbogen bis zum Grat und über diesen zur felsigen Gipfelrampe. In leichter Kletterei unschwer zum Gipfel des Habichts auf 3277m.

Tolle Rundsicht und herrliches Wetter!

Höhenmeter Gesamt: 2.035Hm

Anmerkungen: Steile Bergtour, Mitnahme von Steigeisen und Pickel ratsam. Verpflegung auf der Innsbrucker Hütte ist empfehlenswert!

28.12.03

Expedition: Kilimanjaro - Machame Route

Über die Machame Route auf den höchsten Punkt Afrikas, dem Uhurupeak am Kilimanjaro (5895m) in Kenia.

Mit dabei: Ash & Gigi

Veranstalter: Fremdenverkehrsbüro "Berge der Welt" (Herr Letz)

Wetter am Kilimanjaro

Wiki: Kilimanjaro

1. Tag: München - Nairobi
Abends Abflug mit EMIRATES von München über Dubai nach Nairobi, der Hauptstadt Kenias.

2. Tag: Nairobi - Moshi
Mittags Ankunft in Nairobi. Das bestellte Abholkomitee war leider nicht da und so versuchte ich, einen eigenen Transfer nach Moshi in Tanzania zu organisieren. Nach einigen Verhandlungen war alles klar und inzwischen stand auch fest, das ich an der Grenze zu "meinem" Wagen umsteigen sollte. Adventure :-)
Letztendlich hat aber alles geklappt und nach einer holprigen Fahrt durch schöne Landschaften kamen wir in Moshi in einer netten Appartmentanlage an.

3. Tag: Moshi - Kilimanjaro Nationalpark - Machame Hütte
Nach dem Frühstück werde ich abgeholt und wir fahren in die Stadt zum dortigen Veranstalter, wo ich meine Crew kennenlerne. Ausser mir wird nur noch der aus Indien stammende Amerikaner Ash mit auf die Tour über die Machame Route kommen. Wir fahren zum Machame Gate, wo bereits die Träger warten.
Es erinnert schon an Kolonialzeiten und diese Art des Bergbesteigens werde ich sicher nicht mehr machen. Leider darf man den Kili nicht ohne Führer und Träger besteigen. Und das Permit ist das teuerste überhaupt für eine Bergbesteigung.
Anschließend wird die Ausrüstung nochmals überprüft und die Lasten auf die Träger verteilt. Der Pfad windet sich durch dichten Regenwald und nach ca. 5 Stunden kommen wir zur Machame Hütte (3.100 m), bei der das Zeltlager errichtet wird. Heute ist Heiligabend und ich bin das erstemal nicht im Winter/ Schnee.

4. Tag: Machame Hütte – Shira Hütte
Bald ist die Regenwaldzone verlassen und der weitere Weg führt über einen Felsgrat und verlangt etwas Trittsicherheit. Die Landschaft ist wirklich wunderschön und ist geprägt durch den für dieses Hochgebirge typischen Niederwuchs. Nach ca. 4 Stunden wird die Shira Hütte (3.860m) erreicht, wo wieder die Zelte aufgebaut werden. Man muß sich schon daran gewöhnen, dass immer gekocht wird. Und das man nicht abspülen muß :-)

5. Tag: Shira Plateau - Lava Tower - Barranco Hütte
Von nun an führt der Weg durch eine Hochgebirgswüste zum Lava Tower, einer markanten Lavaformation in ca. 4600 m Höhe. Das heutige Tagesziel, die Barranco Hütte (3850 m) wird nach ca. 6 Stunden erreicht. Von hier aus ergeben sich eindrucksvolle Ausblicke auf die Breach Wall und die südlichen noch verbliebenen Eisfelder.

6. Tag: Barranco Hütte - Karanga Schlucht – Barafu Hütte
In einer Höhe von etwa 4000m verläuft der Pfad bergauf und ab. An einer Stelle gibt es einen regelrechten Stau, weil einige "Bergsteiger" einen etwas steilere Felsstufe nicht heraufkommen. Die Karanga Schlucht wird durchquert und wir kommen nach 7 schön langsam gelaufenen Stunden zur Barafu Hütte (4.600m). Hier gibt es nochmal herrliche Ausblicke auf den Kibo und seinen Nebengipfel, den Mawenzi. Ein letztes Abendessen und dann ab ins Zelt, um ein paar Stunden versuchen zu schlafen.

7. Tag: Barafu Hütte - Stella Point - Uhuru Peak - Mweka Hütte - Mweka Gate - Moshi
Kurz nach Mitternacht ist der Aufbruch zum Gipfelsturm. Es ist das erstemal wirklich kalt und man sieht kleine Lichterreihen im Dunklen, die den Berg hinauf kriechen. Jetzt merkt man den Kompromiss bei den Wanderstiefeln und den Handschuhen: kaum bleiben wir kurz stehen, frieren die Finger und Zehen ein. Gut, dass es dunkel ist und man die unendlichen Anstiege im Schutt nicht sieht.
Dann ist es doch soweit und der Kraterrand wird beim Stella Point (5.745 m) erreicht. Das erstemal habe ich Kopfweh an einem hohen Berg und muß mich sogar kurz übergeben.
Nach einer weiteren Stunde und ca. 150 Höhenmetern stehe ich mit Ash und unseren zwei Führern am höchste Gipfel Afrikas, dem Uhuru Peak (5.895m). Ein unvergessliches Erlebnis, dass ich nicht wirklich geniessen kann. Es scheinen wirklich Anzeichen von der Höhenkrankheit zu sein.

Also nichts wie runter. Und da geben wir wirklich Gas und rennen die Geröllhalden hinab. Was ich nicht mitbekomme: Ash stürzt schwer und bleibt mit blutigen Platzwunden und einer gebrochenen Kniescheibe liegen. Da ich schon im Barafulager bin und es mir wirklich Letz geht, kann ich nur warten, bis er zu uns getragen wird. Da es wirklich schlimm aussieht, entscheiden wir uns, ihn gleich ganz hinunter zu bringen. Immerhin wartet hier ein abenteuerliches Gerät zum Krankentransport: eine Liege auf einem Einrad. Aber besser als nichts. Ash ist wirklich sehr tapfer. Durch den Kopfverband sieht er Gottseidank auch nicht, wo wir ihn überall hinunter manöverieren. So schnell es geht, schieben wir zur Mweka Hütte (3.100m) und dann weiter hinuter zum Mweka Gate (1.700m). Kurz auschecken und anschließend mit dem Rot-Kreuz-Jeep ins Krankenhaus. Hier kümmere ich mich noch um alles bürokratische und kann Ash nur noch die Daumen drücken. Mit dem Sammeltaxi geht es nach Moshi und dann zu Fuß ins Hotel. Nach 1.200m im Aufstieg und über 3.000m im Abstieg an einem Tag freue ich mich auf ein eiskaltes Kili-Bier.

8. Tag: Moshi
Heute fahre ich nochmals ins Krankenhaus, um nach dem rechten zusehen. Die Fahrt mit dem überfüllten Sammeltaxi ist ein Abenteuer für sich. Und die einheimischen amüsiert es. Nach Klärung aller Formalitäten und Vorkasse für die OP installiere ich Ash noch seinen Camelback mit desinfiziertem Wasser. Die Zustände hier sind zwar wirklich dritte Welt, die Menschen aber alle supernett. Und nach einem herzlichen Abschied fahre ich zurück in die Stadt zur Agentur. Die Trinkgeldforderungen der Träger sind Utopisch, überraschen mich aber nicht. Nach Absprache mit Ash geben wir zusammen 100 Dollar und verschiedene Ausrüstungsgegenstände.

9. Tag: Moshi - Nairobi München
Am Nachmittag Transfer zum Flughafen Nairobi und alles klappt gut. Jetzt nicht wie nach Hause und Silvesterfeiern mit meiner Liebsten.


Resümee: Das Gefühl, am höchsten Punkt Afrikas zu stehen und den Sonnenaufgang zu erleben, ist diese Reise wirklich wert.
Am schönsten war die Wanderung durch die verschiedenen Vegetationszonen.


Nachtrag: Ash wurde übrigens dort im Krankenhaus professionell operiert und flog schon nach drei Tagen nach Hause.


01.08.03

Hochtour: Mont Blanc - 4792m

Besteigung des höchsten Berges Europas, des Mont Blanc in den Savoyer Alpen.

Auf der Hochtour dabei: Sulli, Richi, Peter, Fritzl, Steff, Gigi & Gernot
Begleittour zum DAV-Summit-Club mit Bergführer Gernot Podmenik
Wiki: Mont Blanc

Richi, den ich von der Haute Route kannte, schlug vor, den Mont Blanc zu besteigen. Da Gernot eine Gruppe des Summit Club führte, beschlossen wir, sie zu begleiten.

1. Tag: Treffen und Aufstieg zur Albert I Hütte, 2702 m.

Treffen und Aufstieg zur Albert I Hütte, 2702 m.Treffpunkt um 14.00 Uhr in Argentière. Weiterfahrt und Auffahrt Richtung Col de Balme bis 2180 m. Aufstieg im kräftigen Gewitter zur Albert I Hütte.



2. Tag: Aiguille du Tour, 3544 m – Trienthütte, 3170 m

Aiguille du Tour, 3544 m – Trienthütte, 3170 mDie Verhältnisse liessen eine Besteigung der Aiguille du Tour nicht zu. Als Ausgleich wurden ein namenloser Berg bestiegen. Der Weiterweg führt über das Plateau du Trient zur Trienthütte. Spaltenbergungsübung.


3. Tag: Cosmiquehütte, 3613 m

Cosmiquehütte, 3613 mAbstieg über die Albert I Hütte und Abfahrt nach Le Tour. Fahrt nach Chamonix und mit der spektakulärsten Seilbahnen auf die Aiguille du Midi auf 3842 m und zur Cosmiquehütte.


4. Tag: Rifugio TurinChamonix

Rifugio Turin – ChamonixDa sich lange Menschenschlangen schon um 4.00 Uhr Morgens an der riesigen mit einem Seil versicherten Randkluft abmühten, beschlossen wir, eine wilde Gletscherwanderung zum Rifugio Turino zu machen. Ein wunderschönes Geburtstagsgeschenk samt Ständchen für mich. Zurück geht es mit der hässlichen Seilbahn und wieder über die Aiguille du Midi nach Chamonix hinunter. Übernachtung in einem Pension.

5. Tag: Chamonix - Gouterhütte, 3817 m

Chamonix - Gouterhütte, 3817 mJetzt geht die Hochtour richtig los: mit der Zahnradbahn von Les Houches bis Nid d'Aigle, 2315 m, und Aufstieg zur Refuge de Tête Rousse, 3167m. Da es geschneit hatte und noch früh am Tag war, stellte das berüchtigte Couloir kein Problem dar. Von dort über den teilweise versicherten Grat zur Gouterhütte. Diese Hütte ist total überfüllt und war nur mit viel teurem Bier zu ertragen. Die Steirerbuam haben eine schöne Aufführung zu Ehren von Gernots Geburtstag gemacht.

6. Tag: Montblanc, 4810 m – Chamonix

Montblanc, 4810 m – ChamonixSehr früher Aufbruch zur Besteigung des höchsten Gipfels der Alpen. Die französischen Bergführer arbeiten Accord und treiben ihre Klienten den Berg hinauf. Der Dôme du Goûter (4306m) wird im Aufstieg mitgenommen. Nächste Station die 4362m hohe Vallothütte (Notunterkunft) an. Über den Bossesgrat gelangt man bald auf den Gipfel des Montblanc.

Schön vorsichtig durch die Engstellen mit den vielen nachrückenden Bergsteiger geht es zügig wieder runter zur
Gouterhütte, wo ein paar zurückgelassene Gegenstände eingesammelt werden. Dort treffe ich zufällig den Bergführer Albi Kirschner vom Summit Club. Mit ihm war ich schon auf einer Skitourenwoche mit Wildspitze und wir sind uns beim Aconcagua getroffen. Das wird ein langes Fest heute Abend.

Über den Goutergrat geht es im Wettlauf ab nach unten. Am Couloir wird es dann nochmal spannden, da hier einige Steine herunterkommen. Deshalb gibt es auf beiden Seiten Staus und man muß beherzt hinüberrennen. An der Zahnradbahn ist es endlich geschafft und ab geht es nach Chamonix zur Pension.

7. Tag: Chamonix

Mont BlancVerabschiedung und mit einer Mitfahrgelegenheit im Eilexpress nach Frankfurt.

Das war eine erlebnisreiche Tourenwoche mit der Krönung der Hochtour, der gelungenen Besteigung des Mont Blanc.

Danke an die Steirer Buam.


Hochtour: Dome du Gouter - 4306m

Überschreitung des Dôme du Goûter (4306m) in den Savoyer Alpen.

Siehe Tourenbeschreibung Mont Blanc.

19.07.03

Hochtour: Zumstein - 4562m

Lohnende Gletschertour am Monte Rosa.

Quartier im Rifugio Mantova auf knapp 3600m (dem Rifugio Gnifetti zu bevorzugen!), die dünnere Luft bedarf guter Akklimatisierung "go high, sleep down"; so gesehen haben wir alles richtig gemacht und nach der Ludwigshöhe 4342m, dem Schwarzhorn 4322m und seinen "Eisschrauben" und dem Balmenhorn 4167m die Akklimatisierung abgeschlossen.

Als nächstes Ziel die Zumsteinspitze 4562m. Früh morgens auf und davon und allein in Seilschaft am Gletscherplateau. Gletscher, der in diesen besonders warmen Sommer sehr spaltenreich ist (!) und einen andauernden zig-zag Percour von uns abverlangt. Luftig, luftig die Sache und Vorsicht ist geboten.
Nach Überwindung der Randspalte in leichter Kletterei zum Gipfel gegenüber der Dufourspitze 4634m mit prächtigen Blick auf das Matterhorn!
Allein hier oben geniessen wir nicht nur das Gipfelphoto.

Ein Berggruss, Marino

04.07.03

Expedition: Stok Kangri - 6120m

Abenteuerliche Hochtour auf den Stok Kangri (6120m) in Ladakh.

Lisi, Andr und Egli am Stok Kangri in 6120mMit dabei: Egli, Andr & Lisi

Tourenbeschreibung: Akklimatisierung in Leh (3500m) im Indischen Himalaya; in zwei Tagen Aufstieg zum Basislager mit Hilfe eines super netten Horse Man's der uns bestens versorgt hat; tagesüber immer sehr warm, nachts im Zelt fein -dank Anders pupsen ; )
Gegen 1 Uhr morgens Start zum Gipfel Stok Kanghri mit kleinem Abenteuer weil wir die falsche Route gewählt hatten und in ein Spaltengebiet kamen; schöner Gipfel, schöne, einfache Tour; mit viel Trinken (Achtung Wasserfilter nicht vergessen) war die Höhe kein allzugroßes Problem.

Wiki: Stok Kangri

06.02.03

Expedition: San Jose - 5300m

Mit dabei: Gigi

29.01.03

12.04.02

Skitour: Breithorn - 4164m

Mit dabei: Esther & Gigi

05.08.00

Hochtour: Alphubel - 4206m

Mit dabei: Esther & Gigi

03.08.00

Hochtour: Allalinhorn - 4027m

Der erste 4000er!

Mit dabei: Esther & Gigi