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22.03.06

Skitour: Jebel Toubkal - Atlasgebirge - Marokko

Skitour auf den höchsten Berg in Nordafrika, den Djebel Toubkal (4165m) im Hohen Atlas.

Gipfelaufbau des Toubkal (4165m)Mit dabei: Lisi & Gigi

Wann: 22.März 2006

Imlil, heisst das das kleine marokkanische Dorf vom dem wir unsere Skitour auf den Toubkal, angegangen sind.

Nachdem wir das schönere (Schönheit ist ja relativ) der zwei Hotels die es in Imlil gibt, für Leni und Anke ausgesucht hatten, widmeten wir uns der Suche eines Esels der uns die Ski bis zum Schnee bringen sollte.

Um 3 Uhr morgens war der Aufbruch geplant. Meine erste richtige Expedition nach fast zwei Jahren...würd ich das wohl schaffen?!

Die Aufregung ließ mir keine Minute ruhigen Schlaf und um 2.40 Uhr war ich schon putzmunter. Beruhigt war ich erst wieder als ENDLICH der Esel samt Führer gelassen, aber fast 30 Minuten zu spät kam...ich sah mich schon mit Skischuhen, Skiern am Rücken fast 30 km und 2400 hm zurücklegen.

Der Mond und die Sterne waren bis 5.00 Uhr unsere Begleiter, wunderschön. Die Romantik wurde nur vom pupsen des Esels zwischendurch unterbrochen... ;)

Vom weiten konnte man endlich den Schnee und die Toubkalhütte (3207m Refuge Nelter) sehen. Von da an sollte der Gipfel des Toubkal nicht mehr so weit sein, knappe 1.000 hm. Das sollte ich wohl noch schaffen, dachte ich mir.

Technisch einfach ist der Toubkal...wenn man Harscheisen dabei hat. Das Skidepot war leider schon auf ca 3.800 m da zu wenig Schnee war. Der Gipfelhang mit seinem anstrengenden Geröll konnte nur zu Fuß begangen werden. Anstrengend, sehr! Die letzten Höhenmeter waren wohl einer meiner größten Kämpfe gegen meinen inneren Schweinehund der mit suggerierte: "Du bist ja so gut wie oben, lass es sein!" und meinem Stolz der mir sagte "nur am Gipfelkreuz bist du am Gipfel " und der Sicherheit, dass wenn ich diesmal nicht rauf gegangen wäre, dann hätt mich Gigi sicher nocheinmal her gebracht. Und das - auch wenn es wirklich ein wunderschöner Berg ist - wollte ich auf keinen Fall riskieren.

So kamen wir auf den Gipfel in über 4000 Meter Höhe. Das Panorama war atemberaubend. Die Sahara liegt einem fast zu Füßen; Marrakesch sieht man auch.

Skitour auf den ToubkalNachdem es ziemlich spät war, mussten wir nach einer kurzen Pause wieder runter. Die Abfahrt war super. Firn bis zum einem Bach den wir überqueren mussten um zu unserem Esel zu gelangen.

Vollkommen erschöpft aber froh kamen wir gegen 16.00 Uhr wieder in Imlil an. Leni und Anke, gefolgt von einer Horde von Straßenverkäufern, nahmen uns feierlich in Empfang.

Unsere Rundreise durch Marokko konnte planmäßig weitergehen. Es hatte sich wirklich gelohnt, die Skitourenausrüstung trotz Umplanung des Urlaubs die ganze Zeit mitzuschleppen.

Marokko, wir kommen wieder!

GPS Daten: GPS-Skitour-Toubkal.kml

Höhenprofil Toubkal:
Höhenprofil Toubkal

28.12.03

Expedition: Kilimanjaro - Machame Route

Über die Machame Route auf den höchsten Punkt Afrikas, dem Uhurupeak am Kilimanjaro (5895m) in Kenia.

Mit dabei: Ash & Gigi

Veranstalter: Fremdenverkehrsbüro "Berge der Welt" (Herr Letz)

Wetter am Kilimanjaro

Wiki: Kilimanjaro

1. Tag: München - Nairobi
Abends Abflug mit EMIRATES von München über Dubai nach Nairobi, der Hauptstadt Kenias.

2. Tag: Nairobi - Moshi
Mittags Ankunft in Nairobi. Das bestellte Abholkomitee war leider nicht da und so versuchte ich, einen eigenen Transfer nach Moshi in Tanzania zu organisieren. Nach einigen Verhandlungen war alles klar und inzwischen stand auch fest, das ich an der Grenze zu "meinem" Wagen umsteigen sollte. Adventure :-)
Letztendlich hat aber alles geklappt und nach einer holprigen Fahrt durch schöne Landschaften kamen wir in Moshi in einer netten Appartmentanlage an.

3. Tag: Moshi - Kilimanjaro Nationalpark - Machame Hütte
Nach dem Frühstück werde ich abgeholt und wir fahren in die Stadt zum dortigen Veranstalter, wo ich meine Crew kennenlerne. Ausser mir wird nur noch der aus Indien stammende Amerikaner Ash mit auf die Tour über die Machame Route kommen. Wir fahren zum Machame Gate, wo bereits die Träger warten.
Es erinnert schon an Kolonialzeiten und diese Art des Bergbesteigens werde ich sicher nicht mehr machen. Leider darf man den Kili nicht ohne Führer und Träger besteigen. Und das Permit ist das teuerste überhaupt für eine Bergbesteigung.
Anschließend wird die Ausrüstung nochmals überprüft und die Lasten auf die Träger verteilt. Der Pfad windet sich durch dichten Regenwald und nach ca. 5 Stunden kommen wir zur Machame Hütte (3.100 m), bei der das Zeltlager errichtet wird. Heute ist Heiligabend und ich bin das erstemal nicht im Winter/ Schnee.

4. Tag: Machame Hütte – Shira Hütte
Bald ist die Regenwaldzone verlassen und der weitere Weg führt über einen Felsgrat und verlangt etwas Trittsicherheit. Die Landschaft ist wirklich wunderschön und ist geprägt durch den für dieses Hochgebirge typischen Niederwuchs. Nach ca. 4 Stunden wird die Shira Hütte (3.860m) erreicht, wo wieder die Zelte aufgebaut werden. Man muß sich schon daran gewöhnen, dass immer gekocht wird. Und das man nicht abspülen muß :-)

5. Tag: Shira Plateau - Lava Tower - Barranco Hütte
Von nun an führt der Weg durch eine Hochgebirgswüste zum Lava Tower, einer markanten Lavaformation in ca. 4600 m Höhe. Das heutige Tagesziel, die Barranco Hütte (3850 m) wird nach ca. 6 Stunden erreicht. Von hier aus ergeben sich eindrucksvolle Ausblicke auf die Breach Wall und die südlichen noch verbliebenen Eisfelder.

6. Tag: Barranco Hütte - Karanga Schlucht – Barafu Hütte
In einer Höhe von etwa 4000m verläuft der Pfad bergauf und ab. An einer Stelle gibt es einen regelrechten Stau, weil einige "Bergsteiger" einen etwas steilere Felsstufe nicht heraufkommen. Die Karanga Schlucht wird durchquert und wir kommen nach 7 schön langsam gelaufenen Stunden zur Barafu Hütte (4.600m). Hier gibt es nochmal herrliche Ausblicke auf den Kibo und seinen Nebengipfel, den Mawenzi. Ein letztes Abendessen und dann ab ins Zelt, um ein paar Stunden versuchen zu schlafen.

7. Tag: Barafu Hütte - Stella Point - Uhuru Peak - Mweka Hütte - Mweka Gate - Moshi
Kurz nach Mitternacht ist der Aufbruch zum Gipfelsturm. Es ist das erstemal wirklich kalt und man sieht kleine Lichterreihen im Dunklen, die den Berg hinauf kriechen. Jetzt merkt man den Kompromiss bei den Wanderstiefeln und den Handschuhen: kaum bleiben wir kurz stehen, frieren die Finger und Zehen ein. Gut, dass es dunkel ist und man die unendlichen Anstiege im Schutt nicht sieht.
Dann ist es doch soweit und der Kraterrand wird beim Stella Point (5.745 m) erreicht. Das erstemal habe ich Kopfweh an einem hohen Berg und muß mich sogar kurz übergeben.
Nach einer weiteren Stunde und ca. 150 Höhenmetern stehe ich mit Ash und unseren zwei Führern am höchste Gipfel Afrikas, dem Uhuru Peak (5.895m). Ein unvergessliches Erlebnis, dass ich nicht wirklich geniessen kann. Es scheinen wirklich Anzeichen von der Höhenkrankheit zu sein.

Also nichts wie runter. Und da geben wir wirklich Gas und rennen die Geröllhalden hinab. Was ich nicht mitbekomme: Ash stürzt schwer und bleibt mit blutigen Platzwunden und einer gebrochenen Kniescheibe liegen. Da ich schon im Barafulager bin und es mir wirklich Letz geht, kann ich nur warten, bis er zu uns getragen wird. Da es wirklich schlimm aussieht, entscheiden wir uns, ihn gleich ganz hinunter zu bringen. Immerhin wartet hier ein abenteuerliches Gerät zum Krankentransport: eine Liege auf einem Einrad. Aber besser als nichts. Ash ist wirklich sehr tapfer. Durch den Kopfverband sieht er Gottseidank auch nicht, wo wir ihn überall hinunter manöverieren. So schnell es geht, schieben wir zur Mweka Hütte (3.100m) und dann weiter hinuter zum Mweka Gate (1.700m). Kurz auschecken und anschließend mit dem Rot-Kreuz-Jeep ins Krankenhaus. Hier kümmere ich mich noch um alles bürokratische und kann Ash nur noch die Daumen drücken. Mit dem Sammeltaxi geht es nach Moshi und dann zu Fuß ins Hotel. Nach 1.200m im Aufstieg und über 3.000m im Abstieg an einem Tag freue ich mich auf ein eiskaltes Kili-Bier.

8. Tag: Moshi
Heute fahre ich nochmals ins Krankenhaus, um nach dem rechten zusehen. Die Fahrt mit dem überfüllten Sammeltaxi ist ein Abenteuer für sich. Und die einheimischen amüsiert es. Nach Klärung aller Formalitäten und Vorkasse für die OP installiere ich Ash noch seinen Camelback mit desinfiziertem Wasser. Die Zustände hier sind zwar wirklich dritte Welt, die Menschen aber alle supernett. Und nach einem herzlichen Abschied fahre ich zurück in die Stadt zur Agentur. Die Trinkgeldforderungen der Träger sind Utopisch, überraschen mich aber nicht. Nach Absprache mit Ash geben wir zusammen 100 Dollar und verschiedene Ausrüstungsgegenstände.

9. Tag: Moshi - Nairobi München
Am Nachmittag Transfer zum Flughafen Nairobi und alles klappt gut. Jetzt nicht wie nach Hause und Silvesterfeiern mit meiner Liebsten.


Resümee: Das Gefühl, am höchsten Punkt Afrikas zu stehen und den Sonnenaufgang zu erleben, ist diese Reise wirklich wert.
Am schönsten war die Wanderung durch die verschiedenen Vegetationszonen.


Nachtrag: Ash wurde übrigens dort im Krankenhaus professionell operiert und flog schon nach drei Tagen nach Hause.


04.07.03

Expedition: Stok Kangri - 6120m

Abenteuerliche Hochtour auf den Stok Kangri (6120m) in Ladakh.

Lisi, Andr und Egli am Stok Kangri in 6120mMit dabei: Egli, Andr & Lisi

Tourenbeschreibung: Akklimatisierung in Leh (3500m) im Indischen Himalaya; in zwei Tagen Aufstieg zum Basislager mit Hilfe eines super netten Horse Man's der uns bestens versorgt hat; tagesüber immer sehr warm, nachts im Zelt fein -dank Anders pupsen ; )
Gegen 1 Uhr morgens Start zum Gipfel Stok Kanghri mit kleinem Abenteuer weil wir die falsche Route gewählt hatten und in ein Spaltengebiet kamen; schöner Gipfel, schöne, einfache Tour; mit viel Trinken (Achtung Wasserfilter nicht vergessen) war die Höhe kein allzugroßes Problem.

Wiki: Stok Kangri

06.02.03

Expedition: San Jose - 5300m

Mit dabei: Gigi

29.01.03